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Schmalfilm

Alles was kleiner ist als das Kleinbildformat, wird als Schmalfilm
bezeichnet. Die Technik ist relativ alt und stammt aus den 60er und 70er
Jahren, als der Schmalfilm so verbreitet war, wie heute der Camcorder.
Es gibt heute noch unendlich viele Schmalfilme, die irgendwo im privaten
Bereich archiviert werden. Sie dokumentieren häufig ein oder zwei
Jahrzehnte Familiengeschichte.
Ein Schmalfilm ist ein fortlaufendes Filmband in einer bestimmten
Breite, mit dem bewegliche Bildsequenzen fotografiert wurden. Jede
Bildsequenz besteht aus vielen Einzelbildern, genauer gesagt aus 16,66,
18 oder 24 Einzelbildern pro Sekunde. Das ist für heutige Verhältnisse
sehr wenig, weil diese niedrige Wiederholrate bei der Projektion ein
starkes Flimmern verursachen würde. Früher hat man sich damit geholfen,
dass man bei der Wiedergabe der einzelnen Bilder zwischen den
Einzelbildern die Projektion kurz unterbrochen hat. Dafür hatten die
Schmalfilmprojektoren ein Flügelrad, das immer dann die Projektion
unterbrochen hat, wenn das nächste Bild vor die Linse geschoben wurde.
Für den Vorschub hatten die Schmalfilme eine Perforation, die bei
manchen Schmalfilmen auf beiden Seiten der Bildsequenzen waren, bei
anderen nur einseitig.
Standardbreiten für Schmalfilme sind 8 mm, 9,5 mm und 16 mm. Bei den
8-mm-Filmen ist die eigentliche Bildgröße 5,5 x 4 mm. Bei den
8-mm-Filmen gibt es diverse Formate wie Super-8, Single-8, Normal-8,
Doppel-8, sowie Schmalfilme mit Lichtton oder Magnetton.

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